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27. Frühjahrssingen in Piding
Mitwirkende von "drent und herent" gestalten kurzweiligen Abend







Piding

Wenn Hias Häusler und Michi Scheil zum Frühjahrssingen beim Pidinger Altwirt einladen, dann sind zwei Dinge gewiss: der Saal ist ausverkauft und die Besucher erwartet ein abwechslungsreicher Abend mit unverfälschter Volksmusik, gepaart mit trockenem Humor und kurzweiligen Anekdoten. Nicht umsonst wurde die Veranstaltung heuer zum 27. Mal organisiert, denn Erfolg über die Jahre hinweg spricht für sich. Bezeichnender Weise hieß es am Samstagabend in einem Lied der Berchtesgadener Sängerinnen „… a Liadl, a G’sangl, a Musi dazua“. Diese Textpassage spiegelte den Grundtenor des Frühjahrssingens wider: den Menschen ein paar Stunden Unterhaltung zu bieten uns sie akustisch auf einen Streifzug durch regionales Kulturgut mitzunehmen.
Die beiden Organisatoren hatten für die 27. Auflage dieser beliebten volksmusikalischen Veranstaltung die „Innleit’n Musi“, die Berchtesgadener Sängerinnen, die Pinzgauer Saitenmusik, die Schlechinger Sänger und den Chiemsee-Winkl-Gesang zu Programmgestaltung eingeladen. Als Sprecher führte Fritz Schwärz durch den Abend. Und wie es Piding seit vielen Jahren beim Sänger- und Musikantentreffen mit dazu gehört, spielt Hias Häusler mit seinen Musikanten auf. Die „Ziachgruppe Häusler“ erbrachte dann auch den musikalischen Willkommensgruß an die vielen Volksmusikfreunde im voll besetzen Saal. Harmonikaspiel in vollster Konzentration gab es jetzt zu hören und der „Altmeister“ Hias hat seinen Schülern viel beigebracht, denn ein großes Ziachorchester bevölkerte die Bühne und spielte beschwingt auf. Michi Scheil und Hias Häusler übernahmen dann die verbale Begrüßung. Es waren sogar Volksmusikfreunde aus der Schweiz und aus Wiesbaden nach Piding gekommen, um beim Frühjahrssingen dabei sein zu können. Schon die humorige Begrüßung ließ erkennen, die Gesellschaft im Saal ist bestens gelaunt, denn kleine Pointen der beiden Organisatoren wurden sofort mit viel Gelächter quittiert und so war schnell fröhlich-heitere Atmosphäre im Raum. Diese setzte sich rund drei Stunden lang fort, Sprecher Fritz Schwärz wusste, was die Leute zum Lachen animiert. Nicht umsonst war er viele Jahre für den Österreichischen Rundfunk in volksmusikalischen Sendungen tätig. So erfuhren die Zuhörer unter anderem einiges über die Geburtstage der beiden Organisatoren und dass diese gemeinsam 126 Jahre alt sind. Schwärzt wusste außerdem: „Die Schlechinger Sänger singen seit 56 Jahren zusammen und ganz besonders gerne Lieder über die Jägerei. Denn in Schleching wurde als einige Gemeinde Deutschlands noch nie ein Wilderer gesehen“, so oder ähnlich launig gestalteten sich die Kommentare zu den mitwirkenden Gruppen. Als Männerviergesang wussten die „Schlechinger Sänger“ mit feinen Stimmharmonien die Zuhörer zu begeistern, gestützt auf Liedbegleitung an der Zither. Die nächste Gesangsgruppe waren die „Berchtesgadener Sängerinnen“. Drei Frauen, die mit einem schönen Klangbild ihr Liedgut präsentierten und in ihren rot-weißen Dirndln auch einen optischen Farbtupfer auf der frühlingshaft geschmückten Bühne bildeten.



Die dritte Gesangsgruppe kam aus der Chiemseeregion, der „Chiemsee-Winkl-Gesang“. Die zwei Frauen- und eine Männerstimme sprachen Bände für sich, denn mit feinfühligem Vortrag vervollständigten sie das Klangbild der Gesangsgruppen. In den Liedern der drei Gruppen gab es Texte über das Frühjahr, die Jagerei, die Fischerei und natürlich die Liebe sowie launige Tanzlieder zu hören. Besonders eindrucksvoll waren die Jodler, die zum Besten gegeben wurden. Ein akustisches Zeugnis der gewachsenen Volkskultur, das immer wieder durch seine Vielfalt und geforderte Sangeskunst besticht. Mit der „Pinzgauer Saitenmusi“ hat Hias Häusler ein Quartett eingeladen, das seit 42 Jahren zusammen aufspielt. Doch die vier Frauen verkörpern auch nach so vielen Jahren Elan und Spielfreude pur. Dieses Quartett strahlte eine besondere Aura aus, denn die Liebe zur Musik war ihnen förmlich anzusehen, so als würden sie an diesem Abend zum ersten Mal aufspielen. Und die Beiträge dieses Quartett auf Hackbrett, Zither, Gitarre und Harfe waren geprägt von hoher Musikalität und fein abgestimmtem Zusammenspiel. Zusammenspiel, das war auch das Schlagwort für die Gruppe um Hias Häusler. Zusammen mit seiner Tochter Lisa an der Harfe, Michi Scheil am Kontrabass und Tamara Kaltenbacher auf der Zither setzte diese hochmusikalische Gruppe herausragende Akzente im Programm. „Pulsierendes Musikantenleben pur“, so könnte man die Beiträge dieser Formation bezeichnen. Die Instrumentalgruppe, die für die lauteren Töne an diesem Abend zuständig war, war die „Innleit’n Musi“ aus dem Raum Wasserburg/Gars. Mit Flügelhorn, Bassflügelhorn, Bariton, Tuba, Harmonika und Harfe verkörperte dieses Sextett die Sparte „Tanzlmusik“, wobei die Vorliebe für böhmische Musik nicht überhörbar war. In bunter Folge gestaltete sich das rund dreistündige Programm und mit Fritz Schwärz als humorigen Moderator wurde den Zuhörern ein vielseitiger Abend mit hohem Unterhaltungswert geboten. Am Ende stimmten dann alle Instrumentalisten in das Schlussstück mit ein und wer auf der dicht besetzten Bühne keinen Platz mehr hatte, der suchte sich einfach einen Platz auf dem Bühnenrand um von dort die Schlussakkorde zu setzen.


Text und Fotos: Maria Horn




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