| Die Kinder vom Trachtenverein Piding pflegten den Brauch des „Klöpfl-Singens“. Ausgestattet mit Laternen und als arme Kinder verkleidet machten sie sich auf den Weg, um mit ihren Liedern, Verserln und Musikstücken an den Haustüren um eine kleine Gabe zu bitten. Dieser Brauch war früher für arme mittellose Leute eine Möglichkeit, an den ersten drei Donnerstagen im Advent an Raritäten wie getrocknetes Obst, Nüsse und Feigen zu kommen und Vorräte für Weihnachten zu sammeln. In der heutigen Zeit gibt es kaum noch Kinder, die solche Nahrungsmittel als etwas Besonderes achten. Auch Süßigkeiten stehen ihnen das ganze Jahr über zur Verfügung. So waren sich Kinder und Eltern einig, mit diesem Brauch eine gute Tat zu verbinden. Sie wollen das gesammelte Geld einer Familie spenden, welche im diesjährigen Sommer durch einen tragischen Verkehrsunfall den Vater und die kleine Schwester verloren hat. Für die Buam und Dirndln war es eine schöne Erfahrung, anderen helfen zu können und ein alter Brauch bekommt auf diese Weise wieder einen Sinn. |
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